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Leonce und Lena

Lustspiel von Georg Büchner

Mit  Philipp Dürschmied, Manuel Flach, Diana Wolf und Julia Sylvester
Dramaturgie  Tina Brüggemann
Ausstattung  Ariane Scherpf

Leonce ist so jung wie gelangweilt vom Leben. Erst als sein Vater ihn zu einer Hochzeit zwingen will, wird er wieder aktiv und flieht mit seinem Freund Valerio nach Italien. Nach dem Übertritt von unzähligen Grenzen treffen sie in der südlichen Sonne zwei Frauen. Lena, die eine, flieht vor dem gleichen Schicksal wie Leonce. SIe verlieben sich, ohne zu ahnen, dass sie die beiden füreinander Bestimmten sind. Zurück am Hof wird ihre Hochzeit beschlossen. Der zum Minister ernannte Valerio verfügt: "Legen wir uns in den Schatten und bitten Gott um Makkaroni, Melonen und Feigen, um musikalische Kehlen, klassische Leiber und eine kommode Religion!" Geschickt verknüpfte Büchner in seinem Stück Elemente der romantischen Komödie mit jenen der politischen Satire und schrieb am Ende ein Loblied auf ein sehr effektives Mittel zur Vermeidung von Gewalt: die Muße.


(*1813 in Goddelau; + 1837 in Zürich) engagierte sich stark für politische Ziele, u.a. in seinem Flugblatt "Der Hessische Landbote" (1834). Von den politischen Verhältnissen in Zeiten der Kleinstaaterei bedrückt und wegen seiner Flugblätter verfolgt, entstand ein Jahr später sein zentrales Werd "Dantons Tod" (Theater der Stadt Aalen, 2014, Regie: Kleinknecht). Leonce und Lena schrieb Büchner 1836 für einen Wettbwerb der Cotta´schen Verlagsbuchhandlung, versäumte aber den Einsendeschluss und erhielt es ungelesen zurück. Die Uraufführung erfolgte fast 60 Jahre später, 1895, durch den Münchner Theaterverein Intimes Theater. Seine literarische Weltgeltung wurde erst im 20 Jhd. erkannt.

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