Illustration auf hellgrünem Hintergrund mit einem Ritter mit einer Lanze auf einem Pferd, es sind Windmühlen zu sehen, ein Rollstuhl, eine große Wolke und ein angeschnittener Menschenkopf

Don Quijote (UA)

Schauspiel mit Musik und Schatten nach Miguel de Cervantes

Wer träumt nicht davon, die Welt zu retten? Michael ist die Gegenwart fremd, doch in seiner inneren Welt ist er Don Quijote von der Mancha. Seinen Sohn Sanjo hält er für Sancho Panza und die Pflegekraft erscheint ihm als Dona Belisa, Quijotes Haushälterin. Ohne es zu wissen, verbringt er die letzten Tage seines Lebens in einer Einrichtung für Menschen mit Demenz.
Als Sanjo und der Pfleger beginnen, Michaels Spiel mitzuspielen, sind Realität und Fiktion nicht mehr zu trennen. Im nüchternen, oft tristen Alltag der Pflege entstehen heitere Begegnungen, voll Situationskomik und poetische Bilder von Windmühlen, Heldenkämpfen und nächtlichen Visionen.
Die Inszenierung verwebt Motive aus Cervantes' Roman mit biografischen Fragmenten aus dem Leben des alten Mannes. Schattenspiel, Puppen und Live-Musik mit E-Gitarre und Loopstation machen sichtbar, was im Inneren des Protagonisten geschieht.

Miguel de Cervantes (1547–1616) hat mit seinem Don Quijote eine Figur der Weltliteratur geschaffen, deren Kampf mit den Windmühlen im 29. Jahrhundert zu einem zentralen Motiv von Kunst und Philosophie avancierte – und blieb. "Man will ihm ein Leben lang wiederbegegnen", schreibt Orhan Pamuk über die Figur, die Cervantes nach einem bewegten Leben als Soldat, in Gefangenschaft von Piraten und als Nachrichtenagent von König Philipp II. schließlich im Gefängnis in Sevilla entwarf.

Die nächsten Termine

Premiere

Sa, 03.10.
20.00 Uhr | Theatersaal, Kulturbahnhof
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