Illustration auf hellblauem Hintergrund, zu sehen sind zwei nach oben geöffnete Handflächen, ein Stuhl, auf dem der mit einem Heiligenschein versehene Buchstabe G sitzt, außerdem gibt es Regentropfen, eine Sanduhr, Blitze und nach oben schauende Augen

Oh mein Gott!

von Anat Gov
aus dem Hebräischen übersetzt von Gundula Schiffer

Ela, Psychologin und Mutter eines Jungen mit Autismus, hat einen neuen Patienten. Er scheint ein Prominenter zu sein oder beim Geheimdienst. Jedenfalls jemand Bedeutsames, der seine Anonymität wahren will. Und diese erste und einzige Sprechstunde bei ihr soll sein Problem lösen. Überfordert möchte Ela ihn an einen Kollegen überweisen, doch das geht nicht, denn es ist Gott persönlich, der da zu ihr gekommen ist. Und damit nicht genug: Gott steckt in einer tiefen Depression und plant, seinem Leben – und damit auch seinem Werk – ein Ende zu setzen. Ela bleibt nur eine Stunde Zeit, ihren inneren Konflikt mit Gott zu überwinden, seine Pläne zu ändern und somit die Welt zu retten.

Anat Gov gehört zu Israels bedeutendsten Theaterautorinnen. "Oh mein Gott!" feierte 2008 seine Uraufführung am Cameri Theatre in Tel Aviv, wurde 2010 von der European Theatre Convention unter die "120 Best Contemporary European Plays" gewählt und ins Englische, Französische und Italienische übersetzt. Die deutschsprachige Erstaufführung war 2024 am Landestheater Linz und sorgte auch dort für große Heiterkeit inmitten existenzieller Fragen. Gov starb 2012 mit 58 Jahren an Krebs.

Die nächsten Termine

Premiere

Fr, 19.06.
20.00 Uhr | Schloss Wasseralfingen
Zum Spielplan