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Bruno Lehan

Bruno Lehan (geb. 1968) hat vor seiner Ausbildung an der Schauspielschule Mainz als Tischler gearbeitet. 2001 wurde er mit dem Förderpreis für junge Künstler des Bayerischen Staatsministeriums für Kultur ausgezeichnet. Nach einem Festengagement am ETA-Hoffmann-Theater in Bamberg ist er seit 2002 als freier Schauspieler tätig. Arbeiten führten ihn u.a. an das Zimmertheater Rottweil, das Staatstheater Mainz und die Festspiele in Heppenheim und Eltville. Für das Koblenzer Jugendtheater war er mehrfach als Regisseur tätig. Zur Zeit liegt sein Schwerpunkt auf der Arbeit als Sänger und Musiker mit seiner Band.
Am Theater der Stadt Aalen ist er in dieser Spielzeit als Robespierre in "Dantons Tod" zu sehen.



Dantons Tod

von Georg Büchner

1794: Fünf Jahre sind seit dem Sturm auf die Bastille vergangen. Die Revolutionäre Danton und Robespierre sind zu Feinden geworden. Die Revolution hat sich verselbstständigt und hat sich zur blutigen Diktatur gewandelt. Zeitlos bleiben die Fragen: Wie viel Freiheit erlaubt das Gemeinwohl? Wie viel Gewalt erfordert die Gerechtigkeit? Wie lässt sich die entfesselte Bestie des Terrors wieder einfangen? 
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Judas

Ein Mann, der seit Jahrhunderten von allen geschmäht wurde und dessen Name in nur einem Wort zu gipfeln scheint: VERRAT. Judas Iskarioth, der Jesus für 30 Silberlinge an seine Feinde auslieferte und sie mit dem berühmten "Judaskuss" zu ihm führte.

Weltweit steht Judas noch heute für Schlechtigkeit. Zeit also für eine Rehabilitation, zumindest aber für ein differenzierteres Bild dieser ambivalenten Persönlichkeit.

Lot Vekemans JUDAS versucht dies mit ungewohnten Sichtweisen auf die mythische Figur. Judas hat erstmals eine eigene Stimme, was ihm die Möglichkeit gibt, sich, seine Motive und Ziele darzulegen. Er begeht einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen.

Judas spricht das Publikum direkt an, eine Show, ein Plädoyer. Er spricht über Schuld, Unschuld, Mitschuld. Er erzählt seine eigene, die unbekannte Geschichte der Verbindung und vielleicht sogar Freundschaft zwischen ihm und Jesus. Er schildert mit einfachen, doch eindringlichen Worten seinen Werdegang bis zur historischen Tat. Entscheidender aber sind die Reflexionen zu eben dieser Tat - denn in der Motivation für den Verrat verbirgt sich der Sprengstoff.

Die holländische Autorin gibt einer Figur das Wort, die in der Historie zu kurz gekommen ist - und sie zeigt sie jenseits von Schwarz und Weiß ohne Wertung in Gut und Böse.

Es gibt da nur eins, was ich wirklich wissen will. Hat er mir vergeben? Oder war seine Barmherzigkeit bei mir erschöpft?

 






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