Theater trifft get back

Theater trifft......den Städtepartnerschaftsverein am 18.02.2018

Let’s take a cup of kindness

Britischer Flair beim Theater trifft… mit dem Städtepartnerschaftsverein im Anschluss an die Vorstellung „GET BACK – Ein britischer Liederabend“am 18.02.2018 im Theater der Stadt Aalen

„It’ll all come out in the wash“ – was frei übersetzt so viel bedeutet wie, es wird alles letzten Endes schon gut ausgehen. Mit dieser britischen Redewendung kommentierte einer der in Deutschland lebenden Briten beim Theater trifft… die Entwicklungen in Großbritannien. „GET BACK – Ein britischer Liederabend“ zeigt vier Menschen in einer Londoner Bar, die nicht nur mitreißende britische Hits zum Besten geben, sondern auch über den bevorstehenden Brexit und die Zukunft Europas sinnieren. Nach der Vorstellung tat das Publikum es den Protagonisten des Stückes gleich und diskutierte in lockerer Atmosphäre bei gekühltem Guinness über die Lage in England und mögliche Wendungen. Vor allem die in Deutschland lebenden Briten schilderten ihre Zukunftsprognosen und persönlichen Eindrücke, wie es überhaupt zu dieser Entscheidung kommen konnte.

Für viele sei die Europäische Union der Sündenbock für alles gewesen, was im Land schief läuft. Bei der Wahl hätten viele emotional gewählt und nicht das große Bild vor Augen gehabt. Außerdem seien die Leute schlecht über das Referendum informiert worden, meint eine Britin im Publikum. Die aktuellen Zahlen würden zudem zeigen, dass es vor allem auch wirtschaftlich eine falsche Entscheidung gewesen sei, weil schließlich alles zusammen hänge. Dass es einfacher ist ökonomische Probleme gemeinsam zu lösen, ist ein Fakt. Warum sei es jedoch so schwer den Leuten das zu vermitteln, stellt Tina Brüggemann, die gemeinsam mit Hermann Schludi das Gespräch moderiert, die Frage in die Runde.  Vor dem Referendum seinen den Menschen falsche Versprechen und Hoffnungen gemacht worden. Johnson hätte in einer seiner Reden beispielsweise kaum über politische Inhalte und tatsächliche Lösungsansätze gesprochen, sondern stattdessen Lobeshymnen über das glorreiche England gehalten, meint eine weitere Stimme aus dem Publikum. 

Dass in der EU in gewissen Bereichen Handlungsbedarf besteht, sind sich viele der Anwesenden einig. Jedoch müsse man sich auch vor Augen halten, dass es bisher keinen längeren Zeitraum ohne kriegerische Auseinandersetzungen gegeben hat als seit ihrer Gründung. Bezüglicher der Ausgaben und der Unterschiede zwischen starken und schwächeren EU-Ländern sei gesagt, dass Europa generell ein unglaublich wohlhabender Staatenbund ist und es wichtig sei in die Zukunft zu investieren, meint Tina Brüggemann.

Wie gehen die Briten mit dieser einschneidenden, politischen Entscheidung um? Die Menschen in England, so eine Britin, seien mit ihrem alltäglichen Leben beschäftigt, viele haben es bereits akzeptiert und wissen, dass es Probleme geben wird und denken schon jetzt an mögliche Lösungen. Deutschland könne sich zudem auf viele englische Flüchtlinge freuen, prognostiziert einer der anwesenden Briten abschließend mit gewohnt britischem Humor.


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