
Marijn Simons
Marijn Simons
Marijn Simons (geboren in den Niederlanden, 1982) ist ein international gefeierter Komponist. Seine Werke wurden von Dirigenten und Solisten wie Esa-Pekka Salonen, Marin Alsop, Peter Eötvös, James MacMillan, Christian Lindberg und Evelyn Glennie aufgeführt, ebenso von Orchestern wie den Los Angeles Philharmonic, dem Bruckner Orchester Linz, den Rotterdamer Philharmonikern und den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Seine Musik erklang unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, im Konzerthaus Dortmund und in der Walt Disney Concert Hall (Los Angeles). Er erhielt den Philip-Morris-Kunstpreis, den Kulturpreis Limburg und den Wim-Bary-Perspektivpreis; seine Komposition The City of the Soul wurde 2001 als beste niederländische Chorkomposition ausgezeichnet.
Simons hat vier Opern komponiert: Emilia Galotti (Uraufführung 2014, Theater Koblenz), die Kammeroper Lachesis(2021, Landestheater Linz), Woyzeck, ein OpernSpiel (2023, Theater Aalen und Opernfestspiele Heidenheim) sowie The Kidnapping of Charlie Chaplin, das 2028 am Landestheater Linz uraufgeführt werden soll.
Als Dirigent hat er unter anderem das WDR Rundfunkorchester Köln, die Stuttgarter Philharmoniker und die Nürnberger Symphoniker geleitet und dabei häufig eigene Werke sowie Uraufführungen von Komponisten wie Gabriela Ortiz und Fazil Say programmiert. Mit der Philharmonie Charkiw dirigierte er die ukrainische Erstaufführung von Mahlers Blumine, mit der Orquesta Sinfónica Nacional de Guatemala die guatemaltekische Erstaufführung von Bruckners 6. Sinfonie.
Auch als Geiger ist Simons weltweit aufgetreten, unter anderem mit der Weltpremiere von Villa-Lobos' Violinkonzert Fantasia de Movimentos Mixtos unter Enrique Diemecke. 2022–2023 spielte er die vollständigen Violinsonaten von Beethoven und Brahms auf Schloss Liberme in Belgien, dessen Kammerorchester und Kammermusikreihe er von 2022 bis 2026 künstlerisch leitete.
Er studierte Violine bei Prof. Saschko Gawriloff, Komposition bei Daan Manneke und Sir James MacMillan sowie Dirigieren bei Ed Spanjaard und Prof. Kenneth Kiesler. Im April 2026 wurde er zum Ritter im Orden von Oranien-Nassau ernannt.

