Zwei junge Menschen mit Helmen auf dem Kopf tun so, als ob sie auf einem Motorrad sitzen

Preisregen für "ich sehe was / was du nicht siehst"

Aalener Inszenierung erhält bundesweite Aufmerksamkeit

Im September 2025 kam "ich sehe was / was du nicht siehst" von Sergej Gößner zur Uraufführung im Alten Rathaus in Aalen. Seitdem wurde das Jugendstück in der Inszenierung von Julius Max Ferstl, das sich mit sexualisierter Gewalt auseinandersetzt, zu drei Festivals eingeladen und gewann zahlreiche Preise.

Im März 2026 erhielt Sergej Gößner für seinen Text den alle zwei Jahre vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gestifteten Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2026. Verliehen wird dieser im Juni 2026 im Rahmen des internationalen und baden-württembergischen Theaterfestivals für Junges Publikum, "Schöne Aussicht", zu dem die Inszenierung auch unabhängig vom Preis eingeladen ist.

Im selben Monat zeigte das Aalener Ensemble, bestehend aus Trigal Sandberger Cañas und Marius Petrenz, "ich sehe was / was du nicht siehst" bei der von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste ausgerichteten Woche junger Schauspieler*innen in Bensheim und gewann dort alle der drei möglichen Preise: Für ihre schauspielerische Leistung erhielten sie den Günther-Rühle-Preis 2026, außerdem den Publikumspreis sowie den Preis der Schüler*innen-Jury.

Zuletzt war "ich sehe was / was du nicht siehst" im Rahmen des 43. Heidelberger Stückemarkts zu sehen und gewann den mit 6.000 Euro dotierten und der Jury und einer Gruppe von Jugendlichen vergebenen Jugendstückepreis 2026. Damit setzte sich die Aalener Inszenierung gegen die beiden anderen nominierten Jugendstücke, „Endland“ von der Schauburg München und „Ein Glücksding“ vom Theater der Jungen Welt Leipzig durch. Was bereits das Aalener Publikum an dem Jugendstück schätzte, spiegelt sich auch in der Heidelberger Laudatio wider: „Der jugendfreundliche Umgang mit so einem schwierigen Thema ist Sergej Gößner durch ein unglaublich tolles Textbuch gelungen. Er verbindet Humor der Jugend mit einem traumatischen Ereignis. So kommt man mit einem anderen Blick, aber nicht einer pessimistischen Einstellung, aus dem Theater heraus."
Damit verbunden ist zudem eine Einladung in das Rahmenprogramm der Mühlheimer Theatertage.

Wir gratulieren Sergej Gößner, Julius Max Ferstl, Trigal Sandberger Cañas, Marius Petrenz, Ella Elia Anschein und allen hinter den Kulissen Beteiligten ganz herzlich zu diesen Erfolgen!