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EXPERIMENTELLE KOCHERWANDERUNG

Presse

Schwäbische Post vom 01.06.2017

Gemeinsam die Geheimnisse des Kochers erkunden

Das Theater Aalen präsentiert zum Boulevard Ulmer Straße eine „Kocherwanderung“.

Unentdeckte, der Öffentlichkeit verborgende Plätze, die gibt es entlang des Aalener Kochers immer noch viele. Nun werden wieder ein paar Geheimnisse um den Fluss gelüftet. Am Sonntag, 4. Juni, um 11 Uhr lädt das Theater der Stadt Aalen zusammen mit der Spiel- und Theaterwerkstatt Ostalb und dem Haus der Jugend sein Publikum zur „Experimentellen Kocherwanderung“ ein.

Experimentell, das bedeutet bei diesem weiteren Projekt des Boulevards Ulmer Straße Theater. Genauer gesagt, „Stationentheater“, wie der künstlerische Leiter der STOA Siegfried Hopp es konkretisiert. Mithilfe eines an drei Stationen szenisch erzählten Märchens wird das Publikum den Kocher entlang geführt. „Eine Art Sprechoper“, wie Hopp erklärt. Mitmachen ist erwünscht, so Hopp weiter. Vorausgesetzt, man kommt ein wenig früher vorbei. „Die Anforderungen sind minimal.“

Der Kocher bietet viele geheimnisvolle und verzauberte Blickwinkel und somit Möglichkeiten, den Fluss spielerisch zu gestalten und den Zuschauer erkunden zu lassen. Durch die gezielte Wahrnehmung der Umwelt und die Auseinandersetzung mit trennenden und verbindenden Kräften des Flusses rücken die Bewohner und Geräusche des Flusses in den Mittelpunkt.

Damit das Projekt realisiert werden kann, wurden extra Wege sm Fluss freigeräumt. Wer will, kann in Gummistiefeln oder Badelatschen auch in den Kocher laufen, muss das aber nicht, so Hopp. „Ziel ist eine Familienwanderung. Man kann zur Not auch den Kocher durchqueren, das ist aber nicht die Absicht.“ Rund 500 Meter lang ist die Strecke lang, die die STOA, das Theater der Stadt Aalen und der Deutschtreff des Haus der Jugend vorbereitet haben.

Zum Abschluss des soziokulturellen Projektes Boulevard Ulmer Straße wird noch mal gefeiert. Am Sonntag, 18. Juni, 12 Uhr, gibt es ein Fest beim Proviantamt und der Maschinenfabrik Seydelmann KG mit allen Beteiligten und der Bevölkerung. Dabei sollen auch noch mal die schönsten Momente des Projektes in den Fokus gestellt werden.


Schwäbische Post vom 06.06.2017 von Lothar Schell

Gnom und Hex am Fluss

Das Theater der Stadt Aalen, die Spiel- und Theaterwerkstatt Ostalb und das Haus der Jugend laden zur„Experimentellen Kocherwanderung“ ein.

Theater mal nicht im Saal, sondern auf verschlungenen Pfaden am Schwarzen Kocher. Zwischen Gräsern, Bäumen, Büschen, Brennesseln und Dornenhecken ist der „Zuschauerraum“ platziert. Auf der „Kocherbühne“ begrüßt STOA-Leiter Siegfried Hopp die Gäste.

Beteiligt sind als Darsteller auch junge Menschen vom „Deutsch-Treff“ im Haus der Jugend. Am Flussbett wird der schwarze Gnom zum Klingen gebracht. Dort, wo auch viele Prinzessinnen und Prinzen verschwunden sind.

Nur der schwarze Gnom kennt die Wahrheit. Von der weißen Hexe entführt und in Dornenhecken verzaubert? Dabei hätten die Prinzessinnen so gerne schöne Sachen: schönes langes Haar, die feinsten Speisen, Kleider aus Gold und schlafen im Himmel.

Ein munterer Dialog entwickelt sich. Über ein altes Bahngleis hinter der Industriestraße, am Kocher entlang, an einer nahezu versteckt gelegenen „Hühnerfarm“ und am quer einfließenden Pflaumbach vorbei werden die Besucher von Siegfried Hopp ins „Königreich“ geführt – Schauplatzwechsel. Jetzt geht’s richtig in die Wildnis – ins Königreich am Wasser, dort wo der Prinz mit seinen Eltern lebt. „Heute ist der beste Tag“, skandieren die Schauspieler. Die weiße Hexe und der schwarze Gnom erscheinen und fallen sich in die Arme. „Gibt es nichts Schönes?“

Doch, es gibt was Schönes, heut ist der schönste Tag. „Weil das Leben schön ist“, heißt es. Auch wenn es mitunter Angst macht. „Ihr seid alle schön“, heißt es zum Schluss. Aufruf zu positivem Denken und Gemeinsamkeit. „Macht heute an Pfingsten was Schönes“, sagt der STOA-Leiter.

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