Theater aalen 09.01.16 theater trifft...

Theater trifft… Oberbürgermeister Thilo Rentschler

Diskussion zum Thema „Alt werden in Aalen“

Am 9. Januar tauschten sich bei „Theater trifft...“ Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Siegfried Lingel, Sabine Nemesch und Robert Dietrich über die Angebote für Senioren in Aalen aus. Die Gäste machten sich besonders für eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den hiesigen Organisationen stark.

Ein einsamer alter Mann sitzt in einem heruntergekommenen Hotelzimmer vor dem Fernseher. Bei diesem traurigen Anblick glaubt man kaum, dass es sich bei diesem Mann um den berühmten Komiker Willie Clark handelt, der einst als Mitglied der „Sonny Boys“ sein Publikum begeisterte. Neil Simons Komödie aus dem Jahre 1972 thematisiert die Nöte des Älterwerdens aus einer humorvollen und liebevollen Perspektive. Gleichzeitig wirft das Stück zentrale Fragen auf: Was soll man tun, wenn alte Menschen nicht mehr selbst für sich sorgen können? Welche Möglichkeiten gibt es, sie zu unterstützen?

Nach der Aufführung des Stücks im Theater der Stadt Aalen lud Intendant und Regisseur der Inszenierung Tonio Kleinknecht zu einer Podiumsdiskussion über diese Probleme ein. Seine Gäste setzten sich mit der Lebenssituation von Senioren auseinander und betrachteten vor allem die Angebote in Aalen. Die Kreisstadt besitze durch ihre Infrastruktur, die ärztliche Versorgung sowie das breite Kultur- und Freizeitangebot günstige Rahmenbedingungen für alte Menschen, wie Oberbürgermeister Thilo Rentschler betonte. Er gab aber auch zu bedenken, dass die Stadt nicht allein alle notwendigen Versorgungsmöglichkeiten bieten könne und lobte in diesem Zusammenhang die verschiedenen gemeinnützigen Organisationen, die sich in diesem Bereich engagieren. „Wir brauchen ein starkes Netzwerk“, so Rentschler.

Robert Dietrich, Vorsitzender des Stadt-Seniorenrats, hob hervor: „Es ist eine wichtige Aufgabe, ältere Menschen in dieser Phase zu unterstützen.“ Sabine Nemesch, stellvertretende Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands Aalen, erwiderte darauf, dass solche Angebote nur in Anspruch genommen werden können, wenn Menschen in dieser Situation sich trauen, nach Hilfe zur fragen. Besonders wichtig für Nemesch war: „Ältere Menschen müssen in die Entscheidung eingebunden werden.“ Siegfried Lingel, Verantwortlicher des DRK Altenhilfezentrums Wiesengrund, brachte in die Diskussion ein, wie grundlegend die finanziellen Rücklagen im Alter sind. Gerade junge Menschen denken seiner Ansicht nach nicht rechtzeitig über ihre Altersversorgung nach.

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