Die Reis'

Mit Georg Melich, Klaus Fischer, u.a.
Regie Mark Zurmühle
Dramaturgie Daniel Morgenroth
Dramaturgische Mitarbeit Dorothea Jüttner
Ausstattung Eleonore Bircher
Musik/Band Rudolf Hartmann
Theaterpädagogik Rabea Schubert

Die Reis' ist konstantes Stolpern, ein Suchen nach neuen Wegen. Ein todkranker Vater schickt nach seinem Sohn. Sie treffen sich am Bahnhof Singen, um gemeinsam auf die Reise zu gehen. Der Vater ist Jenischer. Sie sind die Kesselflicker, die Lederhändler, Scherenschleifer - fahrendes Volk, keine ethnische, aber eine soziale Gruppe. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt und umgebracht und heute fristen sie immer noch ein Dasein am Rande der Städte, misstrauisch beäugt und abgelehnt.Jakob, der inzwischen Jurist ist, sieht seinen Vater seit Jahren zum ersten Mal wieder. Die beiden ziehen den Marketenderwagen eine Woche und einen Tag. Sie erkunden das Kerngebiet der Jenischen, sie spielen jenische Musik, sie lernen sich kennen. Der Vater erzählt dem Sohn von jenischer Geschichte, doch dieser weiß mehr, als der Vater vermutet. Können so unterschiedliche Gestalten wie Jakob Junior und Senior zusammenfinden? Verbindet das Jenische - die Geschichte, die Poesie, die Traurigkeit - auch über Lebensentwürfe  hinweg?

Mit Die Reis' setzt Autor Gerd Zahner der jenischen Tradition in unserer Region ein Denkmal. Er macht bekannt, nimmt Angst und plädiert für einen Gedenkort.

Mit freundlicher Unterstützung von der Kreissparkasse Ostalb.

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