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Marc-Philipp Kochendörfer

Marc-Philipp Kochendörfer schloss 2001 sein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste ab und wurde dabei für seine Diplomrollen mit dem Dr. Emil-und-Emmie-Oprecht-Preis ausgezeichnet. Im Anschluss war er am Landestheater Tübingen und 9 Jahre am Badischen Staatstheater Karlsruhe fest engagiert. Neben seiner Theatertätigkeit steht er auch vor der Kamera. Er arbeitete mit Regisseuren wie Crescentia Dünßer, Thomas Schulte-Michels, Hasko Weber und Jochen Schölch. Große Erfolge feierte er mit seinem Soloabend "Michael Kohlhaas" von Kleist. Aktuell ist er unter anderem am Metropoltheater München zu sehen. Am Theater der Stadt Aalen spielt er in dieser Spielzeit in „Dantons Tod“ und „Biedermanns.umgezogen“.


Ein Volksfeind

von Henrik Ibsen

Der Badearzt Thomas Stockmann entdeckt, dass das Heilwasser seines Heimatortes verseucht ist. In der ersten Empörung über den Umweltskandal findet er zahlreiche Unterstützer. Doch als der Bürgermeister des Ortes, der obendrein Stockmanns Bruder ist, aufzeigt, wie Sanierungskosten für die Allgemeinheit und Wertverluste für die Aktien der Kuranstalt die Prosperität und Zukunft der Gemeinde bedrohen würden, wendet sich das Blatt: Stockmann wird zum Volksfeind erklärt. Ibsens Drama ist als „Ökokrimi“ das Stück der Stunde auf zahlreichen deutschen Bühnen, sein „Volksfeind“ erzählt vom Konflikt zwischen Wahrheit und Profit und von einer politischen Radikalisierung. Ist eine andere Welt möglich, und wie sähe sie aus?...

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Dantons Tod

von Georg Büchner

1794: Fünf Jahre sind seit dem Sturm auf die Bastille vergangen. Die Revolutionäre Danton und Robespierre sind zu Feinden geworden. Die Revolution hat sich verselbstständigt und hat sich zur blutigen Diktatur gewandelt. Zeitlos bleiben die Fragen: Wie viel Freiheit erlaubt das Gemeinwohl? Wie viel Gewalt erfordert die Gerechtigkeit? Wie lässt sich die entfesselte Bestie des Terrors wieder einfangen? 
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Der Parasit

von Friedrich Schiller

Freilichttheater...

Der „Parasit“ Selicour ist ein Büro-Karrierist der unangenehmen Sorte. Er hat sich ins Vertrauen des neuen Ministers Narbonne geschli- chen, buckelt, scharwenzelt, redet nach oben hin schön und tritt nach unten, wo es nicht drauf ankommt – kann nichts und leistet wenig. Der Mann hat weder Talent noch Tugend, verbirgt dies aber mit Ge- schick, und macht sich überdies unentbehrlich. Nun will er mit fremden Versen auch noch die Tochter des Ministers für sich gewinnen. Die Gegner Selicours sinnen auf Rache, aber ist der überhaupt noch zu stoppen? 
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Biedermanns.Umgezogen

von Gisela Widmer

„Nimm es als modisches Accessoire“, rät Gottlieb seiner Frau Babette, als sie ein Kopftuch als Gastgeschenk von seinem Bruder Thomas erhält. Thomas ist zum Islam konvertiert und sucht nun Unterschlupf beim Bruder. Das allein sorgt schon für Aufregung, ganz zu schweigen von den vielen Koffern, die er mit sich führt und über dessen Inhalt er beharrlich schweigt. Gisela Widmers Satire auf die Islamdebatte ist ein bissiges Stück über Vorurteile, Radikalisierung und die Frage, ab wann vor lauter Toleranz der eigene Standpunkt verloren geht. 
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