WOYZECK
von Georg Büchner
Spielort: Wi.Z
Inszenierung: Katharina Kreuzhage
Kostüme: Nicola Stahl
Bühnenbild: Ariane Scherpf
Mit: Kirsten Potthoff, Thomas Cermak, Alice von Lindenau, Tobias Fend, Mike Langhans, Gregor Weisgerber, Alexander Wilss, Andrè Würde


Aufführungen   Spielplan  Bilder  Presse

Der Soldat Franz Woyzeck lebt mit seiner Geliebten Marie am Rande der Gesellschaft. Er verdient schlecht und ist den Schikanen seiner Vorgesetzten ausgeliefert. Der Hauptmann zum Beispiel wirft Woyzeck vor, dass er mit Marie ein Kind ohne Segen der Kirche habe.

Um für das uneheliche Kind und seine Geliebte zusätzlich Geld zu verdienen, stellt Woyzeck sich für medizinische Experimente zur Verfügung. Das Leben der drei bleibt trotzdem ärmlich. Die goldenen Ohrringe, die der fesche Tambourmajor Marie schenkt, verfehlen da ihre Wirkung nicht. Die junge Frau beginnt eine Affäre, von der Woyzeck schnell erfährt. Rasend vor Eifersucht ersticht er seine untreue Geliebte in einer hellen Mondnacht.

Mit WOYZECK hat Büchner in frappierender Knappheit eine Komposition aus Realismus und Groteske geschaffen, deren poetische Dichte und soziale Sprengkraft bis heute noch von kaum einem deutschen Drama übertroffen wurden.

GEORG BÜCHNER (1813-1837) wird in Golddelau bei Dramstadt geboren. Er studiert Medizin, Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie. In Gießen schließt er sich der radikalen Freiheitsbewegung an und gründet 1834 die "Gesellschaft der Menschenrechte", um die reaktionären Verhältnisse in Hessen zu ändern. Zur Fahndung ausgeschrieben flieht er nach Frankreich, später in die Schweiz. Georg Büchner stirbt 24-jährig in Zürich. Er hinterlässt neben WOYZECK die Dramen "Dantons Tod" und "Leonce und Lena" sowie die Erzählung "Lenz".